Ich ging zum Bett und kniete mich daneben. Vorsichtig hob ich einen Teil der Decke an, um die Oberfläche der Matratze zu betrachten.
Glatt.
Keine Wölbungen.
Keine sichtbaren Veränderungen.
Dann erinnerte ich mich an den Kamerawinkel.
Die Kamera war nicht direkt auf die Oberseite der Matratze gerichtet.
Sie zeigte eher auf die Seite des Bettes.
Langsam wanderte mein Blick zum unteren Rand des Bettgestells.
Da bemerkte ich es.
Die Matratze lag nicht mehr ganz gerade auf.
Eine Ecke war leicht angehoben.
Als wäre etwas zwischen die Matratze und die Holzlatten geklemmt worden.
„Mia“, flüsterte ich.
Sie bewegte sich leicht und öffnete die Augen.
„Was ist los, Mama?“
Ich versuchte, meine Stimme ruhig klingen zu lassen.
„Schatz … ist heute Nacht jemand in dein Zimmer gekommen?“
„Nein.“
„Hast du etwas gehört?“
Sie schüttelte schläfrig den Kopf.
Langsam schob ich meine Hand unter den Rand der Matratze.
Und berührte etwas, das definitiv nicht zu diesem Bett gehörte.
In dem Moment, als meine Finger das Objekt streiften, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Die Form fühlte sich lang und hart an.
Wie Kunststoff.
Oder Metall.
Erschrocken zog ich meine Hand zurück und stand auf.
„Mia“, sagte ich leise, „komm bitte kurz zu mir.“
Sie rieb sich die Augen und kletterte aus dem Bett.
„Was ist denn?“
„Ich bin mir noch nicht sicher.“
Ich zog die Matratze ein Stück von der Wand weg und hob vorsichtig eine Ecke an.
Was ich darunter sah, ließ mein Herz in den Magen sinken.
Ein schmaler schwarzer Plastiktubus war zwischen Matratze und Bettgestell eingeklemmt.
Daran hing ein dünnes Kabel, das an der Seite des Bettes entlang nach unten führte.
Für einen Moment verstand ich überhaupt nicht, was ich da ansah.
Dann traf mich die Erkenntnis.
Das gehörte nicht zum Bett.
Es war ein Gerät.
Ich hob die Matratze noch weiter an.
Der Schlauch war mit einem kleinen Aufnahmegerät verbunden, das mit Klebeband unter dem Bettgestell befestigt war.
Mir wurde übel.
Jemand hatte das dort versteckt.
„Mia“, sagte ich leise, „wir gehen jetzt ins Wohnzimmer.“
„Warum?“
„Vertrau mir einfach.“
Wenige Minuten später saßen wir auf dem Sofa, während ich die Polizei anrief.
Etwa dreißig Minuten später trafen zwei Beamte ein. Einer von ihnen entfernte vorsichtig das Gerät unter dem Bett, während der andere mir Fragen stellte.