Da Ryan und ich beschlossen hatten, die Flitterwochen erst später im Jahr zu machen, wollten wir diese Nacht im Gästezimmer verbringen und am Morgen gemeinsam nach Hause fahren. Es fühlte sich einfacher an.
Wie eine leise Pause zwischen Feier und Alltag.
Ryan hatte bei den Gelübden geweint.
Ich auch.
Und trotzdem fragte ich mich:
Warum hatte ich das Gefühl, auf etwas Schlimmes zu warten?
Vielleicht, weil es sich in der Highschool immer so angefühlt hatte. Ich hatte gelernt, mich innerlich zu wappnen, bevor ich Räume betrat, bevor jemand meinen Namen sagte, bevor ich meinen Spind öffnete – aus Angst vor dem, was jemand dort hinterlassen hatte.
Es hatte keine blauen Flecken gegeben. Kein Schubsen.
Nur diese Art von Aufmerksamkeit, die dich von innen aushöhlt.
Und Ryan hatte die Schaufel gehalten.
Er hatte nie geschrien. Er hatte nie laut werden müssen.
Er war strategisch gewesen – Bemerkungen, laut genug, um zu treffen, leise genug, um unbemerkt zu bleiben.
Ein Grinsen.