Am Tag meiner Hochzeit verschwand mein Kleid aus dem Brautzimmer. Minuten später lief meine Schwester den Gang hinunter – in meinem Kleid, mit meinem Verlobten am Arm. „Überraschung“, sagte sie zu den 200 Gästen. „Wir heiraten stattdessen.“ Was weder sie noch er ahnten: Ich hatte selbst eine Überraschung vorbereitet.
Jahrelang glaubte ich, dass Nick das Sicherste in meinem Leben sei.
Als wir uns trafen, machte er alles leicht. Das war sein Talent.
Meine Familie mochte ihn ebenfalls. Besonders meine Schwester Lori.
Das erste Mal, dass sie ihn traf, waren wir alle bei meiner Mutter zum Abendessen. Er half beim Tischdecken, lachte über die schlechten Witze meines Onkels und lobte aufrichtig Mamas Braten.
Lori lehnte sich zu mir, während er in der Küche war, und sagte: „Oh mein Gott. Wenn du ihn nicht heiratest, tue ich es.“
Er machte alles leicht.
Wir lachten.
Sogar Nick lachte später, als ich es ihm erzählte. Er legte einen Arm um meine Schultern und sagte: „Gut zu wissen, dass ich Optionen habe.“
Es schien ein harmloser Familienwitz zu sein, wenn alles warm und sicher wirkt.
Meine Mutter war in gewisser Weise noch schlimmer als Lori.
„Du hast endlich einen guten Mann gefunden“, sagte sie an einem Sonntag. „Lass ihn dir nicht entkommen.“
Ich lächelte so heftig, dass mir die Wangen weh taten.
Sogar Nick lachte später, als ich es ihm erzählte.
Zwei Jahre später machte Nick mir beim Spaziergang in dem Park, in dem wir unser erstes Date hatten, einen Antrag.
„Ja“, sagte ich, bevor er die Schmuckschatulle überhaupt geöffnet hatte.
Er lachte. „Ich habe noch nicht mal fertig.“
Er schob den Ring auf meinen Finger, und ich warf die Arme um seinen Hals. Ich stellte mir vor, mit ihm alt zu werden.
Ich begann, meine Kindheitstraumhochzeit zu planen.