Sechs jahre, nachdem eine meiner zwillings­tochter gestorben war, kam meine andere tochter von ihrem ersten schultag nach hause und sagte: „Pack noch ein pausenbrot für meine schwester ein“

Sie drückten ihre Wangen zusammen, Arme umschlungen, riefen beide „Cheese!“ Ich drückte ab, das Herz voller Glück.

Junie fiel mir in den Schoß. „Mama, bekommen wir alle Kamerafarben? Wir brauchen Grün und Blau und —“

Lizzy zog an meinem Ärmel. „Und Gelb! Das ist für den Sommer.“

Ich strich durch ihre Haare, fühlte mich so präsent, dass es fast weh tat. „Wir benutzen jede Farbe. Versprochen.“

Mein Handy vibrierte. Eine Nachricht von Michael über verspäteten Unterhalt. Ich starrte darauf, Daumen schwebte, dann sah ich auf die Mädchen an meiner Seite.

Er hatte seine Wahl längst getroffen. Wir mussten nicht mehr auf ihn warten.

„Versprochen.“

Diese Momente gehörten jetzt uns.

Ich spannte die Kamera auf und grinste. „Okay, wer will zuerst zu den Schaukeln rennen?“

Sneaker trommelten, Lachen mischte sich, meins mit ihrem, als wir rannten.

Niemand konnte mir die verlorenen Jahre zurückgeben.

Aber von jetzt an gehörte jede Erinnerung mir. Und niemand würde jemals einen weiteren Tag stehlen.

Diese Momente gehörten jetzt uns.