Sie winkte ihn weg. „Jetzt nicht.“
„Wie peinlich.“
„Aber Mama“, beharrte er und zeigte auf Melissas Kleid. „Das Kleid sieht genau aus wie die Seidentaschentücher, die Dad Miss Tammy gibt, wenn du nicht da bist.“
Der Raum erstarrte.
Ich blinzelte. Hatte ich das richtig gehört?
Brian sprach weiter. „Er bringt sie in einer Box vom Laden beim Einkaufszentrum. Miss Tammy sagt, sie sind ihre Lieblingsdinger.“
Eltern tauschten verblüffte Blicke aus.
Brian Mutter drehte sich zu ihrem Mann. Ihr selbstsicheres Lächeln verschwand.
Er rutschte unbehaglich. „Brian, hör auf zu reden.“
Aber Kinder machen nicht so.
Brian fuhr fort: „Dad sagt, es soll eine Überraschung für Miss Tammy sein.“
Ein Flüstern rollte durch die Aula.
Das Gesicht von Brians Vater wurde blass. „Er ist verwirrt“, stammelte er schnell. „Kinder sagen merkwürdige Dinge.“
„Dad sagt, es soll eine Überraschung sein.“
Aber Brian Mutter starrte ihn direkt an. „Warum solltest du teure Taschentücher für Brians Nanny kaufen?“
Ein Raunen ging durch den Raum.
Die Stimme ihres Mannes brach. „Es ist nicht, was du denkst.“
Brian Mutter verschränkte die Arme. „Dann erklär es.“
Und da zeigte Brian plötzlich auf den Eingang. „Da ist Miss Tammy!“ rief er. „Sie ist genau so gekommen, wie ich es gesagt habe!“
„Es ist nicht, was ihr denkt.“
Alle Köpfe wandten sich. Eine junge Frau trat in die Aula. Sie blickte sich verwirrt um, irritiert von den starren Blicken. Dann fiel ihr Blick auf Brian und seine Eltern.
Brians Mutter trat einen Schritt auf sie zu. „Tammy“, sagte sie scharf, „hast du Geschenke von meinem Mann bekommen?“
Die junge Frau erstarrte. Ihr Blick glitt zu Brians Vater, der leicht den Kopf schüttelte, seine Augen flehend.
Dann richtete Tammy die Schultern. „Ja. Seit Monaten.“
„Da ist Miss Tammy!“
Die ganze Aula begann zu tuscheln.