Ich habe mein abschlussballkleid aus der uniform meines vaters genäht, um ihn zu ehren – meine stiefmutter machte sich über mich lustig, bis ein militäroffizier an die tür klopfte und ihr einen zettel überreichte, der sie bleich werden ließ

Stattdessen klatschte jemand. Dann folgten mehr. Der Applaus breitete sich durch die Turnhalle.

Meine Freundin Sarah fand mich in der Menge und packte meine Hand.

„Hast du das gehört? Sie lieben es. Das ist dein Abend.“

Wir tanzten, zunächst unbeholfen, dann frei.

Später fuhr Brooks mich nach Hause.

Das Verandalicht brannte noch.

Drinnen saß Camila am Küchentisch, die Unterlagen der Anwältin vor sich ausgebreitet. Zwei Koffer standen an der Treppe. Lias Augen waren rot, und Jen wagte es nicht, mich anzusehen.

Auf dem Tisch neben den Unterlagen lag ein weiterer Umschlag mit meinem Namen in Dads Handschrift.

Ich hatte ihn sofort gesehen, als ich früher an diesem Abend hereinkam… aber ich konnte ihn damals nicht öffnen. Ich war noch nicht bereit. Jetzt war ich es.

„Chels, wenn du das liest, heißt das, du hast es geschafft.

In Liebe, Dad.“

Ich drückte den Zettel an meine Brust und blickte durchs stille Haus.

Zum ersten Mal seit Dads Tod gehörte mir dieses Haus wieder – und damit auch mein Leben.

„Chels, wenn du das liest, heißt das, du hast es geschafft.“